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Peter's WM-Blog

So., 11.07.2010 - Und Tschüss!

Sonntag, 11. Juli 2010, 19:37 Uhr

Die erste Weltmeisterschaft auf afrikanischen Boden neigt sich dem Ende und die deutsche Mannschaft hat sich mit einem beachtlichen dritten Platz aus dem Turnier verabschiedet. Wer hätte das nach all den Problemen vor dem Turnier gedacht?
Es ist an der Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen. Sehr vieles lief sicherlich nicht wie man es von der letzten WM gewohnt war aber auch in einigen Situationen wurden wir positiv überrascht.

Negativ:

  • - Vuvuzelas: Der permanente Trötton im Stadion und im Fernsehen und auch sonst überall nervt einfach nur. Hoffentlich werden diese Teile bei zukünftigen Veranstaltungen verboten!!!
  • - Das Halbfinalaus unserer Truppe: Zugegebenermaßen, hierfür kann der Gastgeber nichts.
    - Das schlechte Wetter: Viel zu kalt, zu früh dunkel und leider ist die Region um Kapstadt die verregnetste Südafrikas
  • - Eine WM ohne ARD und ZDF mit ihren Experten und all den schönen Vorberichten
  • - FIFA: Die Schiedsrichter der Vorrunde sollten allesamt auf eine einsame Insel geschickt werden und erst (wenn überhaupt) zurückgeholt werden, wenn sie die Fußballregeln verstanden haben. Zu viele gelbe Karten, nichtgeahndete Schwalben, usw. Die dämlichen und sinnfreien FIFA-Regeln im Stadion: Fahnenstangen müssen aus Plastik sein (Holzstangen sind verboten), Bier wird nur ohne Deckel (Plastikflaschen mit Schraubverschluss) verkauft. Weitere Erfahrungen würden hier den Rahmen sprengen!

Zum Glück überwiegt allerdings das Positive:

  • - Traumhafte neue Stadien
  • - Thomas Berthold und Sami Kuffour als Fußballexperten im südafrikanischen Fernsehen
  • - Die Anfahrt zu den Spielen lief absolut reibungsfrei
  • - Das sehr hohe Polizeiaufgebot lassen die Innenstädte als sicher erscheinen. Ich hoffe hier hat sich für die Zukunft etwas geändert
  • - Das Partyangebot nach den Spielen ist sensationell
  • - Die Fans: Es waren keine Auseinandersetzungen zu sehen, alles verlief friedlich und Menschen der verschiedensten Nationen feierten gemeinsam. Und wann hat man schon die Gelegenheit mit einem Engländer über Wembley zu diskutieren oder einem Argentinier die Raffinessen und Tugenden des deutschen Fußballs zu erläutern?!
  • - Die Südafrikaner: Alle haben sich größte Mühe gegeben, das Land in ein ausschließlich positives Licht zu rücken. Die Gastfreundschaft war grenzenlos, alle Menschen feiern ausgelassen und keiner war traurig über das Vorrundenaus der eigenen Mannschaft. Kurzerhand wurde sich hierfür eine Alternative gesucht. Diese wurde angefeuert wie das eigene Team.

Ich würde also die Organisation dieses Turniers als durchaus gelungen bezeichnen. Auch wenn der Weltmeister zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest steht, uns hat es riesigen Spaß gemacht. Und vielleicht hat es den einen oder anderen interessiert was ich hier geschrieben habe!? Ich wünsche euch allen noch einen schönen Restsommer. Wir werden hier noch ein wenig frieren und auf ein paar schöne Sonnenstunden hoffen. 

So, ich habe fertig und gebe zurück ins Funkhaus!


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